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Die Verfolger der RheinStars Köln zeigten sich am 19. Spieltag der 1. Regionalliga Herren in bester Wurflaune. Die Ballers produzierten 111 Punkte gegen die Elephants – die BBG 100 gegen die Dragons.

Mit der Niederlage in Herford rutscht Rhöndorf auf den 4. Platz ab, ist aber immer noch punktgleich mit Herford und Ibbenbüren. Mit jeweils 26 Punkten liegt das Trio 8 Punkte hinter den RheinStars, die in Herten 91:71 siegten.

Auf den weiteren vier Playoff-Plätzen rangieren Recklinghausen, Herten, Deutz und Hagen, die mit Ausnahme der Löwen allesamt Siege an diesem Wochenende einfuhren.


1. Regionalliga Herren | 19. Spieltag | 17. + 18.01.2020

17.01.2020
Hertener Löwen - RheinStars Köln 71:91
TSV Bayer 04 Leverkusen 2 - Deutzer TV 62:67

18.01.2020
Citybasket Recklinghausen - ETB Wohnbau Miners 90:67
SV Haspe 70 - BG Dorsten 60:99
bringiton Ballers Ibbenbüren - NEW Elephants Grevenbroich 111:62
BBG Herford - Dragons Rhöndorf 100:84
BSV Münsterland Baskets Wulfen - BG Hagen 65:92


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Hertener Löwen - RheinStars Köln 71:91
aus den RheinStars News

Sicherer Sieg beim Tabellenfünften in Herten.

Mit einem ungefährdeten Erfolg bei den Hertener Löwen bleiben die RheinStars Köln das Maß der Dinge in der Basketball-Regionalliga West. Dabei genügte dem Spitzenreiter beim 91:71 (55:43) über den Tabellenfünften ein unspektakulärer Auftritt, der nach ein paar Wacklern in der Startphase glatt über die Bühne gebracht wurde. „Wir haben mit 20 Punkten in Herten gewonnen, das ist positiv“, bilanzierte Headcoach Johannes Strasser am Freitagabend. „Aber gerade in der Verteidigung haben wir als Trainer eine Menge gesehen, an dem wir in den nächsten Wochen arbeiten können.“

Am kommenden Samstag in der ASV-Sporthalle werden die Kölner gegen die Citybaskets aus Recklinghausen sicher nochmal eine Schippe draufsetzen wollen. Gegen die Gäste haben die RheinStars eine ihrer beiden Saisonniederlagen kassiert. Denen stehen inzwischen 17 Siege gegenüber. „Zu unserem Spiel haben wir erst in der zweiten Halbzeit gefunden, als wir zwischenzeitlich in der Verteidigung zulegen konnten“, sagte Manager Stephan Baeck und freute sich vor allem über einen Umstand, der die Kölner Mannschaft schon die ganze Saison auszeichnet. „Alle haben ihren Anteil am Erfolg gehabt. Diesmal haben sogar alle Spieler gepunktet.“

Vor der Pause hatten es die RheinStars den Hausherrn vor den gut 450 Zuschauern in der Halle der Rosa-Parks-Gesamtschule noch recht leichtgemacht. Ein ums andere Mal gelangten die Löwen unter den Kölner Korb, doch die Hertener nutzten ihre Chancen nicht. Am Ende stand tatsächlich bei den Hertenern eine indiskutable Wurfquote von nur 33,3 Prozent im Zweierbereich. Da konnten auch die 40 Prozent Quote von jenseits der Dreierlinie nichts mehr retten.

So nutzten die anfangs eher sorglosen Kölner gnadenlos eine erste Schwächephase der Gastgeber. Mit einem 13:0-Lauf von 17:19 auf 30:19 (11. Minute) verschafften sie sich erstmals Luft. Fortan kontrollierten die Gäste das Geschehen. Mit 55:43 ging es in die Pause. Im dritten Viertel zogen die RheinStars an, wie immer lautstark von den mitreisenden Fans der Flying Flönz unterstützt. Punkt um Punkt zogen die Kölner nun davon und hatten über 67:48 (25.) nach 30 Spielminuten wie im Hinspiel die Partie praktisch entschieden. Nach dem 78:54 konnten sich die Mannen von Trainer Strasser sogar eine Phase von fünf Minuten ohne eigenen Korberfolg leisten. Sie blieben aber jederzeit Herr der Lage. So strebte die Begegnung des Fünften gegen den Tabellenführer recht unaufgeregt ihrem Ende entgegen.

Beste Punktesammler waren wieder einmal die Kapitäne Tibor Taras (24) und Vincent Golson (22). Statistische Auffälligkeiten: Thomas Michel traf jeden seiner drei Dreierwürfe. Die RheinStars verwandelten 70 Prozent ihrer Zweipunkteversuche und die sogenannten Bankspieler besorgten 48 der 91 Kölner Punkte. Sicherlich mehr als nur ein Fingerzeig für einen tief besetzten Kölner Kader. Keiner spielte weniger als elf Minuten und mehr als knapp 27 Minuten. Samstag geht´s gegen Recklinghausen weiter.


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TSV Bayer 04 Leverkusen 2 - Deutzer TV 62:67
vom Deutzer TV Basketball - Presseteam

Kellerkinder mit Derbysieg.

Dank eines umkämpften 62:67-Auswärtssiegs gegen die zweite Mannschaft der Bayer Giants Leverkusen befinden sich die Kellerkinder zurück in der Erfolgsspur. Die Verletzung von Patrick Reusch überschattet allerdings die Freude über diesen wichtigen Triumph im Playoff-Rennen.

Schon im ersten Angriff des Spiels war ersichtlich, dass sich die Deutzer Mannschaft nach dem schwachen Auftritt in der Vorwoche von ihren gewohnten Seite präsentieren wollte. Nach guter Ballbewegung fand Philipp Pfeifer Chris Kunel für die ersten Punkte des Spiels. Auch in den Folgeminuten entwickelten die Kellerkinder offensiv einen guten Rhythmus. Lennart Boner wurde mehrfach von seinen Mitspielern direkt in der Zone in Szene gesetzt. Von der Dreierlinie zeigten sich anfangs Philipp Pfeifer und Anton Geretzki treffsicher. Allerdings häuften die Kellerkinder schnell eine Menge Fouls an, schickten die Leverkusener oft an die Freiwurflinie. Durch einen spektakulären Dreier von Joe Koschade aus neun Metern unmittelbar vor der Viertelsirene gingen die Kellerkinder mit einer Führung in die erste Viertelpause (25:27).

Das zweite Viertel war besonders von hoher Intensität in der Verteidigung und Physis auf beiden Seiten geprägt. Dadurch beeinträchtigten sich beide Teams gegenseitig und hatten Mühe, klare Wurfoptionen zu finden. Erst nach zwei Spielminuten sorgte Lukas Wandel per Freiwurf für den ersten Zähler auf Deutzer Seite. Auch wenn offensiv vorerst wenig gelingen mochte, stellten Ben Uzoma und Lenny Boner mit ihrer Präsenz in der Zone sicher, dass Leverkusen keine offenen Abschlüsse in der Zone herausspielen konnte. Gegen Ende des Viertels konnten die Kellerkinder ihre gute Defense dann auch endlich in Fastbreakpunkte ummünzen. Paradebeispiel hierfür war der Touchdownpass von Lenny Boner auf Patrick Reusch zum 32:32. Solche vereinzelten Nadelstiche reichten aus, um bis zur Halbzeit die Führung zu übernehmen (35:38).

Das dritte Viertel ähnelte wiederum dem Spielbeginn. Auf beiden Seiten war wieder mehr Entschlossenheit auf dem Weg zum Korb zu spüren. Auf Deutzer Seite verkörperte besonders Ben Uzoma diese Entschlossenheit. Sechs Punkte in kurzer Zeit verbuchte der Center und sorgte dabei mit einem krachenden Dunk zum 39:45 für ein Statement. Trotzdem blieb es bis zum 46:49 knapp, ehe zunächst Florian Schulz und direkt im Anschluss Joe Koschade jeweils einen Dreier einnetzten. Zum Ende des Viertels erarbeiteten sich die Kellerkinder das erste Mal in diesem Spiel einen zweistelligen Abstand, der bis zur letzten Viertelunterbrechung Bestand hatte (47:59).

Insbesondere die defensive Intensität war in dieser Phase des Spiels auf Deutzer Seite unfassbar hoch. Um jeden Loseball kämpften die Kellerkinder – zumeist auch erfolgreich. So forcierte zunächst Lukas Wandel einen Steal per Jumpballpfiff und wenig später rettete Paul Hörschler seinem Team den Ballbesitz, obwohl am Boden liegend und von mehreren Gegenspielern umringt. Diese Hustleplays kompensierten die maue Ausbeute im Angriff. Lediglich der vierte Dreier des erneut exzellent aufgelegten Joe Koschade sorgte in dieser Hinsicht für Entlastung (51:62).

Bis auf 57:62 holten die Gastgeber auf. Knapp vier Minuten vor Schluss waren es dann Philipp Pfeifer und Patrick Reusch, die für die vielleicht wichtigsten Deutzer Punkte sorgten. Auch gegen die druckvolle Leverkusener Verteidigung behielt Aufbauspieler Reusch die Übersicht und fand den hart zum Korb cuttenden Philipp Pfeifer genau im richtigen Moment. Einige Angriffe später sorgte Patrick Reusch mit einem Pull-up-Jumper für die Vorentscheidung (57:66). Umso größer war das Entsetzen, als Patrick Reusch nach einer Defensivaktion 35 Sekunden vor dem Ende unglücklich auf den Boden aufschlug. Die Untersuchung im Krankenhaus ergab die Diagnose eines Trümmerbruchs im Handgelenk, der eine Operation erfordert. Somit werden die Kellerkinder bis auf Weiteres ohne ihren Floor General auskommen müssen.

Insofern ist die Freude über den 62:67-Sieg gegen Playoff-Konkurrent Leverkusen getrübt. Immerhin zeigten die Kellerkinder in einer hochintensiven Partie vor den Augen der etwa 50 mitgereisten und lautstark unterstützenden Fans die richtige Reaktion auf die Leistung der Vorwoche. Zudem steht der DTV nun wieder auf dem siebten Tabellenplatz und ist Teil eines Vierervergleichs mit Herten, Hagen und Leverkusen.

Coach Nils Müller ordnete das Geschehen wie folgt ein: „Die Verletzung von Patrick hat uns alle spürbar geschockt. Wirkliche Freude wollte nach dem Spiel bei keinem aufkommen, obwohl wir mit einer so starken und vor allem kämpferischen Leistung hervorragend auf das Wulfen Spiel reagiert haben. Ich weiß aber auch, dass die Mannschaft gerade jetzt für Patrick noch enger zusammenrücken wird, um das Ziel Playoffs zu erreichen."

Am kommenden Samstag (25.01.) empfangen die Kellerkinder mit den bringiton Ballers Ibbenbüren einen Aufstiegsaspiranten der Regionalliga West. Das Hinspiel verlor das Deutzer Kollektiv noch deutlich (91:74). Nichtsdestotrotz möchten die Kellerkinder in ihrer gewohnten Rolle als Underdog für die Überraschung sorgen und hoffen dabei auch auf die Unterstützung der Fans. Sprungball ist um 18:30 Uhr im Reitweg.


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Citybasket Recklinghausen - ETB Wohnbau Miners 90:67
von Martin Karbe (Citybasket Recklinghausen)

Souveräner Start-Ziel-Sieg.

Es war ein souveräner Start-Ziel-Sieg: Gegen die ETB Wohnbau Miners aus Essen setzten sich die Regionalliga-Herren von Citybasket am Spieltag der Wohnungsgesellschaft Recklinghausen am Ende deutlich mit 90:67 (50:34) durch.

Nachdem Marc-Oliver Fichter, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, den symbolischen Sprungball ausgeführt hatte, gaben die Schützlinge von Citybasket-Coach Johannes Hülsmann gleich mal richtig Gas und motivierten die Miners – bei denen Co-Trainer Dhneesch Kubendrajah an der Seitenlinie stand und Trainer Björn Barchmann aus dem Hintrergrund agierte – beim Stand von 14:4 bereits zu ersten Auszeit. Diese brachte allerdings nicht viel: Bis zum Viertelende hatten sich die Recklinghäuser schön kombinierend und sicher treffend auf 31:12 abgesetzt.

Erst im zweiten Abschnitt kamen die Miners besser in die Begegnung – und zwar vor allem über ihren Topscorer Chris Alexander. Coach Hülsmann hatte sich zwar für den schnellen und treffsicheren Guard eine spezielle Verteidiungsvariante ausgedacht, doch griff diese in Halbzeit eins noch nicht so recht: 20 Zähler standen zur Pause für Alexander zu Buche – es sollten allerdings nach dem Seitenwechsel nur noch drei dazukommen. Citybasket lag zu diesem Zeitpunkt mit 50:34 zunächst einmal vielversprechend in Front.

Der Start in Durchgang zwei missglückte jedoch ein wenig: Urplötzlich war Essen auf zehn Zähler heran, während die Recklinghäuser Verteidigung noch mit den Gedanken in der Kabine zu sein schien. Doch eine Auszeit des Trainers brachte die Gastgeber wieder auf Kurs. Mit einem Dreier von Niklas Meesmann und einem verwandelten Freiwurf von Jonas Bredeck setzte sich Citybasket wieder ab und hielt den Abstand von da an auch im komfortablen Bereich.

Im Schlussabschnitt konnte die Heimfünf dann das Resultat noch etwas weiter ausbauen, wobei erfreulicherweise fünf Akteure mit einer zweistelligen Punktausbeute beitrugen. Starker Auftritt erneut von Topscorer Antoine Myers, der seinen 21 Punkten auch noch sieben Assists und sieben Rebounds hinzufügte und damit die Bestmarken in allen drei Kategorien setzte.

Citybasket konnte damit das erste der verbleibenden vier Heimspiele wie erhofft für sich entscheiden und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs gehen. Am kommenden Samstag wartet allerdings beim Spitzenreiter Rheinstars Köln zunächst einmal eine ganz schwere Auswärtsaufgabe.

Den Rahmen des Wohnungsgesellschaft-Spieltages nutzte Citybasket, um Andrea Schiermeyer zu ehren: Die Fachwartin für Sport- und Spielbetrieb im Vereinsvorstand war im Rahmen der LSB-Aktion „12 Monate voller Frauenpower“ zur Ehrenamtlerin des Monats gekürt worden und konnte die Glückwünsche der Vorsitzenden Inga Bielefeld sowie deren Dank für ihr großes Engagement und den Beifall von der Tribüne entgegennehmen.


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SV Haspe 70 - BG Dorsten 60:99
von Frank Fabek (BG Dorsten)


Der Knoten ist geplatzt. BG Dorsten gewinnt in Haspe.

Franjo Lukenda und sein Team haben den Bock umgestoßen und mit einem 99:60 Sieg in Hagen-Haspe die Negativserie eindrucksvoll gestoppt.

Von Beginn an spielte Dorsten konzentriert und traf sicher aus der Distanz. Die Spielfreude stieg von Minute zu Minute. Mit 36:10 gewann Dorsten das erste Viertel. Das Team von Franjo Lukenda ließ im zweiten Viertel nicht nach und führte bereit zur Mitte des zweiten Viertels souverän mit 52:22. Bei einem Halbzeitstand von 59:28 aus Sicht der Dorstener war bereits mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Lukenda motivierte sein Team in der Pause den Fuß nicht vom Gaspedal zu nehmen und weiterhin intensiv in der Defense zu agieren.


Sein Team nahm sich die Worte des Trainers zu Herzen und baute die Führung nach 25 Minuten auf 72:33 aus. Mit einer 86:40 Führung ging es in das Schlussviertel. Hier nahmen Koehler und Co. langsam das Tempo heraus. Die deutliche Führung war jedoch nie in Gefahr. Überschattet wurden die Schlussminuten durch eine Knöchelverletzung von Lakki Sinnathamby, der direkt nach dem Spiel in das Krankenhaus gebracht wurde. Am Ende gewann Dorsten auch in dieser Höhe verdient. Überragender Akteur neben einem sehr gut aufgelegten Adam Pickett auf Dorstener Seite war Jonas Peters, der mit 26 Punkten und 11 Rebounds ein Double-Double auf das Parkett legte.

Ein ganz wichtiger Sieg für Franjo Lukenda und sein Team. Kollektives Durchatmen ist angesagt. Die Negativserie ist endlich gestoppt. Dabei kamen alle Spieler im Kader zum Einsatz. Von den elf eingesetzten Spielern konnten sich sogar neun in die Scorerliste eintragen. Nun geht der Blick in Richtung Vest-Derbys. Zum Start empfängt die BG Dorsten zum Sparkassen-Spieltag am kommenden Samstag die Hertener Löwen in der KIA Baumann Arena.

Franjo Lukenda: „Eine riesengroße Erleichterung und natürlich umso schöner auf diese Art und Weise zu gewinnen. Über 35 Minuten war es ein überragendes Spiel - offensiv wie defensiv. Wir haben alle an einem Strang gezogen und waren wieder eine echte Mannschaft. Hieran werden wir jetzt anknüpfen und am Samstag da weitermachen, wo wir in Haspe aufgehört haben.“

Adam Pickett verlässt die BG Dorsten.

Ein schwerer Verlust für die BG Dorsten - Adam Pickett (Foto) gehört ab sofort nicht mehr zum Kader des Regionalligateams. Der 23-jährige US-Amerikaner verlässt die BG Dorsten aus persönlichen Gründen.

Nach dem Heimspiel gegen Herford bat Adam Pickett aus persönlichen Gründen um die sofortige Auflösung seines Vertrages. Trotz der nachvollziehbaren Beweggründe hat die BG Dorsten Adam gebeten noch einmal in dem so wichtigen Duell gegen die Vertretung vom SV Hagen-Haspe aufzulaufen. Hier zeigte er mit 32 Punkten und einer Effektivität von 35 seine Stärke auf dem Feld und sicherte so dem Team mit seinem starken Auftritt zwei wichtige Punkte im Kampf um eine bessere Tabellenplatzierung. Gleichwohl wurde der Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen und Wertschätzung beendet. Adam Pickett wird Dorsten in den nächsten Tagen in Richtung Heimat verlassen. Wir danken Adam ausdrücklich für seinen Einsatz und wünschen ihm für die Zukunft: Alles Gute"

Adam Pickett kam zu Saisonbeginn zur BG Dorsten und ist mit 24,1 Punkten, 5,8 Rebounds und 4,3 Assist pro Spiel einer der Topspieler der Liga. Ein schwerer Schlag für Franjo Lukenda und sein Team: „Leider haben wir diese Saison immer mehr mit Sachen abseits des Sports zu kämpfen, als mit dem Sport an sich. Das hilft natürlich niemandem und ist bezeichnend für die Situation. Aber ich danke Adam für die Hilfe bisher und seinen Einsatz. Ich bin sicher, dass er weiterhin seinen Weg gehen wird. Wir müssen nun schauen welche Optionen wir noch haben und diese Saison vernünftig beenden.“

Teammanager Frank Fabek: „Volles Verständnis für Adam. Für uns ist es in dieser verrückten Saison der nächste Tiefschlag. Im Moment glühen bei uns alle Drähte, um gleichwertigen Ersatz für Adam zu finden. Ich bin mir sicher, dass wir auch diesen Tiefschlag verdauen werden.“


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bringiton Ballers Ibbenbüren - NEW Elephants Grevenbroich 111:62

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BBG Herford - Dragons Rhöndorf 100:84
von Daniel Stein (Dragons Rhöndorf)


Ohne Defense nichts zu holen.

Im Spitzenspiel bei der BBG Herford lieferten die Dragons Rhöndorf eine erschreckend schwache Vorstellung ab und mussten die Überlegenheit der Herforder neidlos anerkennen. Vor allem in Sachen defensiver Intensität verfielen die Drachen in alte Muster.

Neben Youngster Simonas Lukosius (Adidas Next Generation Tournament) musste Interims-Headcoach Yassin Idbihi bei der schweren Aufgabe in Herford auch auf Kilian Binapfl verzichten, der zeitgleich mit Kooperationspartner Telekom Baskets Bonn in Gießen antreten musste und dort in der Starting Five stand.

Nach dem furiosen Heimsieg gegen Ibbenbüren erwischten die Dragons bei der BBG einen absolut gebrauchten Tag und verfielen zum Missfallen ihrer beiden Coaches Idbihi und Thomas zurück in alte Verhaltensmuster. Nur in den Anfangsminuten waren die Drachen in der Lage die Spielweise der Herforder zu matchen und nach 5 Minuten in Führung zu liegen (13:15). Im Anschluss versagte jedoch jegliches Defense-Verhalten, was die Gastgeber dankbar zu nutzen wussten. Vor allem Big Man Vaidotas Volkus konnte in der Zone nahezu unbedrängt schalten und walten und war von der Verteidigung der Drachen nicht zu kontrollieren. Bereits zur Halbzeit hatte der versierte Litauer 11 Punkte und 6 Rebounds auf dem Konto, bei strammen 83% aus dem Feld. Zwar wirkte der 54:40-Rückstand zum Pausentee noch human, aber gerade an den Brettern agierten de Oliveira & Co zu zögerlich und gestatteten der BBG bereits in den ersten 20 Minuten 11 offensive Rebounds.

Auch nach der Pause änderte sich wenig am Geschehen auf dem Feld. Angetrieben von Curtis Hollis versuchten die Drachen mit vielen Drives zum Korb das Spiel noch zu wenden, aber mit mangelndem Wurfglück von Downtown und fehlender Konzentration war die Hoffnung auf ein Come Back schnell dahin. Lediglich 12% der 3er wollten an diesem Abend ihren Weg in den gegnerischen Korb finden und auch in Sachen gesammelter Abpraller unterlagen die Dragons deutlich (52:37).

Mit der 100:84-Niederlage rutschen die Dragons Rhöndorf auf den vierten Tabellenplatz der 1.Regionalliga ab und stehen nun unter Druck den möglichen Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde nicht noch zu verspielen. Die nächste Chance auf einen Sieg bietet sich am kommenden Samstag, wenn die Dragons im heimischem DragonDome den SV Haspe 70 aus Hagen empfangen. Tip-Off ist um 19:00 Uhr. Tickets gibt es Online oder im Vorverkauf bei Intersport Axel Schmidt in Bad Honnef.

Yassin Idbihi (Interims-Headcoach Dragons Rhöndorf): „Glückwunsch an Herford zum Sieg. Die Defense war heute erschreckend schwach und das habe ich den Jungs auch in aller Deutlichkeit gesagt. Ich weigere mich zu glauben, dass wir keine bessere Defense spielen können und wir werden das heutige Spiel genauestens analysieren und im Training mit viel Intensität aufarbeiten. Wir müssen begreifen, dass wir eine defensive Identität brauchen, wenn wir in Sachen Meisterschaft und Aufstieg ein Wörtchen mitreden wollen. Das muss in jeden einzelnen Kopf!“


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BSV Münsterland Baskets Wulfen - BG Hagen 65:92
aus dem Newsletter der BSV Münsterland Baskets Wulfen

Rot-weiße Ernüchterung.

Das war ein mehr als herber Dämpfer für den BSV Wulfen: Die Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme in der Regionalliga West zerplatzten am Samstagabend vor 450 Zuschauern in der Wulfener Gesamtschulhalle förmlich. Nach der ersten Niederlage in 2020 – mit 65:92 (36:38) gegen die BG Hagen mehr als deutlich – sind sieben Spieltage vor Ende der Saison die Chancen auf Platz acht und der damit verbundenen Playoff-Teilnahme nur noch theoretischer Natur. Für die positiven Meldungen aus Wulfener Sicht sorgten am Samstag die Landesliga-Teams: Damen und Herren-Reserve gewannen auswärts ihre Derbys beim Lokalrivalen BG Dorsten.


Davon wurden die Münsterland Baskets in der Regionalliga West leider nicht inspiriert. Sie zeigten eine der schwächsten Saisonleistungen. Trainer Gary Johnson fühlte sich an die Heimpleite vom 5. Spieltag gegen den Deutzer TV erinnert. Dem BSV-Spiel fehlte am Samstag das Tempo, zudem trafen alle elf eingesetzten Spieler viele falsche Entscheidungen. Hinzu kam eine indiskutable Trefferquote, bei der nur Topscorer Hendrik Bellscheidt über die 50-Prozent-Marke kam. Ohne den Flügelspieler trafen die Wölfe einen einzigen von 23 Drei-Punkte-Würfen. Diesen einen versenkte Geburtstagskind Jonas Kleinert an seinem 22. Wiegenfest – brauchte aber auch dafür acht Anläufe. Wulfens US-Amerikaner verwarf alle seiner sieben Dreier. Er war in guter Gesellschaft.

Dabei startete Wulfen gut gegen die nur zu neunt angereisten Hagener. Beim 7:2 nach drei Minuten war die 5-Punkte-Niederlage aus dem Hinspiel bereits aufgeholt – das war das Ziel des BSV: Hagen schlagen und den direkten Vergleich holen. Doch es sollten in den weiteren 7 Minuten des ersten Viertels nur 7 weitere Punkte folgen. 14:21 lag Wulfen nach dem ersten Abschnitt hinten. Zwar holte der BSV schnell auf zum 20:21 auf, doch dann gab es reihenweise Nackenschläge durch nicht nachvollziehbare Entscheidungen der Unparteiischen. So hieß es 22:35 nach 17 Minuten. Es folgte dann aber die beste Phase der Gastgeber – ein 11:0-Run zum 33:35 (19.), bei dem die Hagener mit kapitalen Fehlern aber auch tatkräftig mithalfen. Beim 36:38 zur Pause war alles wieder möglich.

Doch alle Playoff-Chancen versenkten die Wölfe mit einem unfassbar schlechten dritten Viertel. Ohne Intensität, ohne Kampfgeist, ohne Gegenwehr – die BG Hagen durfte sich über ein 31:14 im dritten Viertel freuen. Mit 50:69 lag der BSV vor dem letzten Viertel zurück. Dort versenkten die Hagener Distanzschützen dann aber fünf ihrer insgesamt nur neun Dreier – immer wieder Rückschläge fürs Johnson-Team. Das kam auch nicht annähernd für einen Sieg infrage und kassierte die erste Heimniederlage seit Anfang November. Die BG Hagen ist das erste Team der Liga, das beide Spiele gegen Aufsteiger Wulfen gewann. Die nächsten Gegner Leverkusen, Ibbenbüren, Herford und Köln können das auch noch schaffen. Der BSV muss seinerseits fünf der letzten sieben Spiele gewinnen, um noch eine realistische Playoff-Chance zu haben.

Dass ein Einbruch wie am Samstag nach den zuletzt starken Leistungen kommen kann, ist den BSV-Verantwortlichen allerdings auch bewusst. Sie haben ein in weiten Teilen blutjunges Team in die Regionalliga West geschickt. Der Rückschlag gegen die routinierten Hagener (51,5 Prozent zu 36,8 Prozent Trefferquote) ist bitter, gehört aber zum Lernprozess einer jungen Mannschaft dazu. Dennoch war die Enttäuschung bei Trainern, Spielern und Fans riesengroß. Schon am kommenden Samstag (25.1., 16 Uhr, Ostermann-Arena Leverkusen) hat Wulfen die wohl letzte Chance, die eigene Playoff-Flamme am Glimmen zu erhalten.


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Für die Inhalte der Artikel sind die jeweils benannten Autoren oder Vereine verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des WBV wider.

Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen, die Spielberichte und Fotos zur Verfügung stellen.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt von der BG Dorsten. Dankeschön.