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Wer schafft den Sprung in die neu eingeführten Playoffs der 1. Regionalliga Herren? Die ersten 4 scheinen durch zu sein, dahinter ist noch vieles möglich. Für die BG Hagen und den TSV Bayer Leverkusen stehen an diesem Wochenende extrem wichtige Spiele auf dem Programm.

Die BG Hagen rangiert aktuell mit 22 Punkten auf dem 8. und letzten Playoff-Platz und erwartet zum Auftakt des 23. Spieltags am Freitag die Dragons Rhöndorf. Die Dragons stehen mit 32 Punkten direkt hinter Tabellenführer RheinStars Köln.

Der TSV Bayer Leverkusen auf Platz 9 hat wie die BG Hagen ebenfalls 22 Punkte auf dem Konto und reist am Samstag zur SV Haspe 70. Haspe kann nur mit einem Sieg die theoretische Chance auf den Klassenerhalt noch aufrechterhalten.

Hinter Hagen und Leverkusen lauert Wulfen mit 20 Punkten auf Platz 10.

Im Spitzenspiel des 23. Spieltags gastieren die bringiton Ballers Ibbenbüren bei der BBG Herford. Beide Teams liegen mit 30 Punkten auf den Plätzen 3 und 4, die am Ende Heimrecht zum Auftakt der Playoffs bedeuten.


Im Nachholspiel des 22. Spieltags kassierte die BG Dorsten am Mittwoch gegen die BG Hagen eine 69:92 Heimpleite. Die Partie war am vergangenen Wochenende von Sturm „Sabine“ verweht worden.


1. Regionalliga Herren | 23. Spieltag | 14 + 15.02.2020

14.02.2020
BG Hagen - Dragons Rhöndorf

15.02.2020
Citybasket Recklinghausen - NEW Elephants Grevenbroich
SV Haspe 70 - TSV Bayer 04 Leverkusen 2
ETB Wohnbau Miners - BG Dorsten
BBG Herford - bringiton Ballers Ibbenbüren
Hertener Löwen - Deutzer TV
BSV Münsterland Baskets Wulfen - RheinStars Köln


Link zum Spielplan der 1. Regionalliga Herren

Link zu den Ergebnissen der 1. Regionalliga Herren

Link zur Tabelle der 1. Regionalliga Herren


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BG Hagen - Dragons Rhöndorf
von Daniel Stein (Dragons Rhöndorf)

Reise zur Wiege des Deutschen Basketballs.

Zur besten Primetime am Freitagabend gastieren die Drachen vom Menzenberg im Basketball-Epizentrum des Landes und wollen sich mit einem Erfolg in der Heimat des Deutschen Basketball-Bundes in die Karnevals-Pause verabschieden.

Kaum eine Stadt in Basketball-Deutschland ist so reich an Basketball-Historie wie Hagen, in der vor allem in den 70er, 80er und 90er Jahren der SSV Hagen und später Brandt Hagen für sportliche Erfolge und positive Schlagzeilen sorgte. Auch heute ist Basketball noch die Sportart Nr.1 in der westfälischen Großstadt, in der Phoenix Hagen in der ProA aktuell die sportlichste Fahne am höchsten hält, gefolgt von der BG Hagen und dem SV Haspe 70, die beiden mit den Dragons in der 1.Regionalliga West konkurrieren. Als direkter Kooperationspartner von Phoenix Hagen hat sich die BG Hagen in der Stadt und Liga etabliert und bietet den jungen Talenten des Programms die Möglichkeit, sich mit Leistungen und Erfolgserlebnissen in der Regionalliga für höhere Aufgaben in der ProA zu empfehlen.


Vor allem Forward Daniel Zdravevski konnte sich bereits mehrfache Kurzeinsätze im Basketball-Unterhaus ProA verdienen und zählt in der 1.Regionalliga mit gerade einmal 18 Lenzen mit durchschnittlich 10,3 Punkten und 5 Rebounds zu den Leistungsträgern von Coach Kosta Filippou. So ganz ohne Routine geht es natürlich auch bei den Hagenern nicht und so besetzten vier routinierte Basketball-Recken wichtige Stellen in der Rotation. Bester Scorer ist dabei der Litauer Vytautas Nedzinskas, der es auf allabendliche 15,8 Punkte bringt. Im Spielaufbau hält der ProA- und ProB-erfahrene Sören Fritze (13,9 PPG & 4,1 APG) die Fäden in der Hand, während Shooting Guard Yannick Opitz vor allem von Downtown die Reuse glühen lässt. Im Hinspiel brachte es der ehemalige Iserlohner auf satte 24 Punkte, konnte aber die 104:96-Niederlage seiner Mannen am Menzenberg nicht verhindern. Noch mehr Eindruck hinterließ im November des vergangenen Jahres US-Boy Marcus Ligons, der den Drachen mit 34 Punkten das Leben mehr als schwer machte, es jedoch im Saisonschnitt auf lediglich 14,1 Punkte und 8,4 Rebounds bringt.

Vor allem Verletzungen machten den Hagener bislang mehr als nur einen Strich durch die sportliche Rechnung und so steht der selbsternannte Playoff-Anwärter momentan mit 11 Siegen und 10 Niederlagen nur knapp auf dem finalen Postseason-Rang 8 mit einem Sieg Vorsprung auf die Konkurrenz aus Leverkusen. Auch Spitzenreiter RheinStars Köln hatte in Hagen mehr als genug Arbeit um einen 80:90-Auswärtssieg zu entführen vor zwei Wochen und dies, gepaart mit den Lehren aus dem Hinspiel, sollte den Mannen von Interims-Headcoach Yassin Idbihi Mahnung genug sein, dass da eine happige Aufgabe wartet, ehe die 5.Jahreszeit genossen werden kann.

Julius Thomas (Assistant Coach Dragons Rhöndorf): „Das Auswärtsspiel in Hagen ist eines der schwierigsten der Saison. Auf ihren eigenen Körben fühlen sich ihre Schützen sehr wohl und können innerhalb weniger Minuten heiß laufen und viele Punkte machen. Wir müssen zusehen, dass wir von Beginn an eng auf ihren Füßen stehen!“

Yassin Idbihi (Interims-Headcoach Dragons Rhöndorf): „Hagen ist ein tougher und unangenehmer Gegner. Im Hinspiel hatte uns die BG bereits mit knapper Rotation phasenweise am Rande einer Niederlage und wir müssen gewarnt und hellwach sein! Hagen bringt eine ausgewogene Offense aufs Parkett, bei der immer wieder andere Spieler die entscheidende Rolle übernehmen können, das macht das Team so schwierig auszurechnen. Besonders in der Perimeter-Defense muss eine deutliche Steigerung her, denn die Hagener Schützen, angeführt von Yannick Opitz, werden jeden unserer Fehler dankend annehmen und bestrafen.“


Tip-Off zum sportlichen Wettkampf bei der BG Hagen ist am kommenden Freitag um 20:15 Uhr in der Otto-Densch-Halle (Selbecker Straße 75, 58091 Hagen).

Über die Zwischenstände informieren die Dragons Rhöndorf auf ihren Social Media Kanälen und in der Dragons Rhöndorf App. Die offizielle App der Dragons Rhöndorf steht für alle iOS- und Android-Geräte kostenfrei in den jeweiligen Appstores zum Download zur Verfügung.


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Citybasket Recklinghausen - NEW Elephants Grevenbroich

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SV Haspe 70 - TSV Bayer 04 Leverkusen 2

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ETB Wohnbau Miners - BG Dorsten

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BBG Herford - bringiton Ballers Ibbenbüren

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Hertener Löwen - Deutzer TV

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BSV Münsterland Baskets Wulfen - RheinStars Köln
aus dem Newsletter der BSV Münsterland Baskets Wulfen

Der Tabellenführer kommt.

Vier Deutsche Meistertitel für den BSC Saturn Köln in den 1980er Jahren und eine Deutsche Meisterschaft für RheinEnergie Köln – das ist schon ein Hochkaräter, der am Samstagabend (15.2., 20 Uhr) seine Visitenkarte in der Gesamtschulhalle Wulfen (Midlicher Kamp 5, 46286 Dorsten - Wulfen-Barkenberg) abgibt: In der Regionalliga West erwartet Aufsteiger BSV Wulfen den Zweitliga-Absteiger, aktuellen Tabellenführer und hohen Aufstiegsfavoriten RheinStars Köln. 14.000-Seelen-Dorf gegen rheinische Millionen-Metropole – die Unterschiede vor dem Duell der Basketballer aus Wulfen und Köln könnte nicht größer sein. Und dennoch träumt der „David Wulfen“ davon, dem „Goliath Köln“ ein Bein zustellen.

Vier Spieltage vor Ende der regulären Saison sind die Kölner angesichts vier Siegen Vorsprung vor dem Mitabsteiger Dragons Rhöndorf faktisch durch. Die Tabellenführung und damit den Heimvorteil in allen PlayOff-Runden kann den RheinStars niemand mehr nehmen. Für die Kölner geht es nur noch darum, die Form zu konservieren, das Spiel zu verfeinern und mit breiter Brust in die PlayOffs zu gehen. Denn obwohl die Tabellenführung den Kölnern nicht mehr zu nehmen ist, sind sie noch lange kein Regionalliga-Meister und damit Aufsteiger in die ProB. Dazu müssen sie erst noch drei PlayOff-Runden bis Anfang Mai überstehen.

Von diesen PlayOffs träumte seit Dezember auch der BSV Wulfen. Mit fünf Siegen aus neun Rückrundenspielen sind die Wölfe voll im Soll. Aber der Abstand zum letzten Playoff-Platz acht beträgt vier Punkte. Um diese aufzuholen, müssen die Wulfener schlimmstenfalls alle vier ausstehenden Spiele gewinnen. Also auch gegen den fünffachen Deutschen Meister aus Köln. Ist das realistisch? Was kann der kleine BSV den riesigen RheinStars entgegenwerfen? Viel Herz und die Gewissheit, dass in der Gesamtschulhalle mit Rhöndorf, Herten und Recklinghausen auch schon andere Playoff-Teams gestolpert sind.

Mut macht den Wulfenern der Spielverlauf des Hinspiels. In der altehrwürdigen Kölner ASV-Sporthalle führte der BSV nach dem ersten Viertel und auch noch beim Seitenwechsel. Bis kurz vor Schluss war Wulfen in Schlagdistanz. Erst als Sadiq Ajagbe verletzt ausgeschieden und Alexander Winck mit unsportlichem und technischem Foul disqualifiziert waren, zogen die Favoriten aus Köln in der Crunchtime auf 82:69 davon. „Wir können gegen jeden Gegner in dieser Liga mithalten. Und das will meine junge Mannschaft am Samstag gegen den Tabellenführer beweisen“, sagt BSV-Erfolgstrainer Gary Johnson. Er hat das Saisonziel Klassenerhalt längst in der Tasche, darf sich seit November „Derbysieger“ nennen und schielt immer noch auf die PlayOffs. Johnson hat seine Bestbesetzung zur Verfügung, für Jonas Brozio wird wieder Matej Šilić in den Kader rutschen.

Und der Kader der Kölner: Topscorer Tibor Taras (21,1 Punkte pro Spiel) ist die Wurfmaschine, der quirlige US-Spielmacher Vincent Golson Jr. mit 14 Punkten pro Spiel zweitbester Werfer, Routinier Max Dohmen trifft ebenfalls zweistellig (10,6). Dahinter folgt eine tief besetzte Bank: Der Schwede Michiel Petersen (8,5), der Belgier mit BSV-Vergangenheit Gael Hulsen (5,1), die starken deutschen Spieler Yannick Kneesch (8,3), Benedict van Laack (8,2), Thomas Michel (7,5), Tim van der Velde (3,5) und Karl Mamady Dia (2,1). Das komplette Team hat bereits ProB- oder ProA-Erfahrung. Und dann gibt es noch Andrej Mangold im Kader, den „TV-bekannten Bachelor“. Der frühere BBL-Profi hat aber erst sechs Spiele bestritten und fehlte bereits im Hinspiel.

Wulfen wird mit seiner ganzen Unbekümmertheit ins Match gehen. Einen Sieg trauen die wenigsten den Münsterland Baskets zu. Aber auch das Duell „beschauliches Dorf im Münsterland“ gegen „Millionen-Metropole am Rhein“ startet am Samstag um 20 Uhr beim Stande von 0:0. Von seinen sechs Spielen in 2020 hat der BSV vier gewonnen. Ein fünfter würde die PlayOff-Träume am Leben erhalten.


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Für die Inhalte der Artikel sind die jeweils benannten Autoren oder Vereine verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des WBV wider.

Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen, die Spielberichte und Fotos zur Verfügung stellen.

Bildmaterial zur Verfügung gestellt vom TSV Bayer Leverkusen. Dankeschön.